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Worauf man beim
Silkykauf achten sollte:
Der Silky ist eigentlich ein pflegeleichter
Hund. Leider wird neuerdings von vielen
Züchtern eher der Yorkityp gezüchtet, was
heißt, langhaarig mit sehr weichem Fell,
welches viel Pflege benötigt. Der Silky ist
ein richtiger Terrier, wir machen im Gucci-Kostüm
ja auch keine Gartenarbeit. Was die Größe
angeht werden in letzter Zeit viele "Zwerge"
gezüchtet, was den Silky sehr empfindlich
macht. Unter 24 cm sollte kein Hund sein,
denn das kann seiner Gesundheit schaden. Die
Welpen sollten aufgeschlossen und zutraulich
sein. Ängstliche Welpen zeigen später oft
Verhaltensstörungen, die kaum zu beseitigen
sind. Man sollte auch keinen Welpen von
einer ängstlichen Hündin nehmen. Die
Zuchtstätte muss sauber sein und die
erwachsenen Hunde sowie die Welpen einen
gepflegten Eindruck machen. Die Zuchtstätte
sollte auch nicht unangenehm nach Urin
riechen, das ist ein Zeichen für
Unsauberkeit. Idealerweise haben die Welpen
einen Garten und einen Abenteuerspielplatz (da
gibt es Tunnel, ein Bällchenbad,
Wackelwippen und vieles mehr). Die Zeit beim
Züchter ist mit entscheidend wie der Hund
sich sein Leben lang verhält. Ein guter
Züchter nimmt sich viel Zeit für seine
Welpen und prägt sie gut, damit sie ohne
Angst in ihr neues Zuhause kommen. Sieht die
Zuchtstätte lieblos aus, geht es dem Züchter
nur ums Geld welches die Welpen beim Verkauf
bringen.
Bekommen die Welpen beim Züchter nicht genug
Anregungen, kann das zu späteren Problemen
führen. Sehen Sie sich die Zuchtstätte, die
Hunde und den Züchter genau an, seien Sie
genauso kritisch wie beim Autokauf! Es gibt
berufstätige Züchter, wie die eine gute
Aufzucht betreiben und ihren Hunden gerecht
werden können verstehe ich bis heute nicht…
Eine vernünftige Welpenaufzucht ist
zeitaufwendig. Wer kümmert sich um die Hunde
und Welpen, während der Züchter einige
Stunden seiner Arbeit nachgeht? Ich meine
damit nicht eine Berufstätigkeit, die von zu
Hause ausgeführt wird.
Haben Sie irgendwelche Zweifel, gehen Sie
zu einem anderen Züchter. Seien Sie
misstrauisch und vertrauen Sie ihrem Gefühl,
egal was Ihnen erzählt wird. Wenn Ihnen von
Titeln berichtet wird,welche die Hunde auf
Ausstellungen erreicht haben, mag das ein
Anhaltspunkt dafür sein, dass die Hunde dem
ungefähren Standart entprechen; mehr aber
auch nicht. Erkrankungen erkennt kein
Richter auf Ausstellungen, was auch nicht
seine Aufgabe ist. Das Gleiche gilt für den
Charakter des Hundes. Es gewinnt oft genug
das "andere Ende" an der Leine und Aussehen
ist eh Geschmackssache. Epilepsie,
Allergien, Herzerkrankungen, ect. werden
vererbt, auch evtl. von einem Multichampion.
Gute Züchter nehmen solche Hunde aus der
Zucht, aber man darf nicht vergessen, hier
geht es ums Geld. Ein Deckrüde kann viel
Geld einbringen und Hündinnen, die aufgrund
einer Erkrankung aus der Zucht genommen
werden, bringen keine Welpen. Da werden
Zahnfehler stärker bewertet als z. B.
Herzfehler, denn den Herzfehler sieht man
nicht, ist für den Hund aber
schwerwiegender.
Es gibt sehr gute Züchter die ihre Hunde
selten ausstellen, dabei haben die genauso
schöne Hunde, sie wollen halt nur den
ganzen Ausstellungsrummel nicht mitmachen
und den Stress ihren Hunden nicht zumuten.
Viele Titel sagen überhaupt nichts über
einen guten Vererber aus, nur viel über das
Ego der Aussteller. Es wird das Fell
gefärbt, frisiert, gewickelt und der Hund
von manchen Ausstellern dermaßen an der
Vorführleine hochgerissen, dass es allein
schon beim Zusehen weh tut. Der Hammer aber
ist, wenn ein Hund, der aus einer
Inzuchtverpaarung stammt (die nicht erlaubt
ist) einen Titel verliehen bekommt, oder
eine Hündin, die gerade Welpen hat, nicht
aus dem Ring geschickt wird.
Werden
Hunde von Ausstellung zu Ausstellung "geschleppt"
ist das genauso schlimm wie eine Massenzucht.
Diese Hunde werden ausgebeutet, seelisch
kaputt gemacht, das einem das Herz weh tut.
Sie sitzen stundenlang im Auto auf der Fahrt
zur Ausstellung. In der Ausstellungshalle
warten sie in der Box (Ausnahmen gibt es),
mit der Ausrede, die Hunde würden sich dort
sicher und geborgen fühlen bis sie in den
Ring "dürfen". Kaum aus dem Ring raus geht
es wieder in die Box um irgendwann die oft
weite Fahrt nach Hause anzutreten. Viele
Hunde dürfen nicht einmal die Strecke von
der Halle bis zum Auto laufen, sie werden in
Käfigen, die auf Rollbrettern stehen,
gezogen. Dazu kommt, für Hunde bedeutet der
Krach und die vielen Gerüche auf
Ausstellungen Stress. Zu Hause wird
natürlich wöchentlich gebadet u.s.w., denn
man muss ja wunderschön aussehen... Für mich
sind solche Leute Tierquäler, mit Tierliebe
hat das absolut nichts zu tun! Hier will
man sich über die Hunde profilieren, arme
Hunde... Im Ring zeigen sich diese Hunde
merkwürdigerweise sogar noch gut, sie
funktionieren, kennen ja nichts anderes mehr
und wollen ihrem Besitzer gefallen. So sind
Hunde, aber wie danken es ihnen die
Menschen...??? Ein Hund der noch seinen
eigenen Willen hat würde beißen, oder auch
anders gegen solch eine Behandlung
rebellieren. Man kann einem Hund seinen
eigenen Willen brechen, mit viel Training
und Druck, wobei der Hund lernt, mache ich
alles brav mit, werde ich "geliebt". Der
Mensch auf den das arme Tier angewiesen ist
will nicht erkennen wenn sein Hund kurz vorm
"Burn out" steht, denn er denkt lieber an
seinen Erfolg und nicht mehr ans Tier. Wer
jetzt glaubt, ein Hund hat wenigstens im
Alter seine Ruhe täuscht sich, denn es gibt
ja noch den Titel "Veteranenchampion" zu
gewinnen. So sieht manch armseeliges
Hundleben aus: Ausstellungen laufen, Welpen
bekommen, danach geht es dann darum die
ganzen Veteranentitel zu holen. Für Hunde
kann gutes Aussehen ein Fluch sein!
Ich will
das Ausstellen aber nicht nur negativ
erscheinen lassen, denn es gibt Ausnahmen.
Bekommen die Hunde ihren Ausgleich, macht es
einem Hund meistens nichts aus im Ring
gezeigt zu werden, sofern es nicht
übertrieben wird und die Aussteller eher an
ihre Hunde denken als an den zu gewinnenden
Titel. Es gibt viele Züchter, die ihre Hunde
um ihretwillen lieben, sie halt gerne ab und
zu zeigen und sie außerhalb der
Ausstellungen artgerecht halten. Sie merken
auch, wenn ihre Hunde ausstellungsmüde sind
und machen ihren Hunden zuliebe eine
Ausstellungspause. Man muss halt genau
hinschauen, um die "Spreu vom Weizen" zu
trennen. Sollten Sie den Eindruck haben, der
Züchter hält seine Hunde nur um sie auf
Ausstellungen zu zeigen und damit sie Welpen
bekommen, spricht das für sich...
Leider werden
auch viele Hunde beim Hundesport "ausgebeutet",
aber das ist ein anderes Thema. Ein Hund der
z. B. keine Freude am Agility hat und dazu
gezwungen wird, ist genauso unglücklich wie
ein Hund, der ständig Ausstellungen laufen
muss oder jeden Tag trostlos zu Hause
unterbeschäftigt rumliegt. Das Mittelmaß ist
wie bei allem die richtige Dosierung.
Sehen Sie sich einfach mal eine große
Ausstellung an und bilden Sie sich ihre
eigene Meinung. Sie werden da viele
unterschiedliche Züchter finden... Ein
Tierarzt wird Sie sicher gerne auch beraten,
denn nur ein gesunder Hund wird glücklich
sein und Ihnen viele Jahre Freude bereiten.
Es gibt sehr gute Züchter, die sich viele
Gedanken über Verpaarung machen und für
einen guten Wurf auch einen weiteren Weg zum
Deckrüden nicht scheuen. Sie halten ihre
Hunde artgerecht und verkaufen ihre Welpen
nur an ausgesuchte Welpenkäufer. Ihnen geht
es nicht hauptsächlich ums Geld, sondern
darum, dass ihre Welpen im neuen Zuhause
genauso glücklich sind, wie sie es bei ihnen
waren. Es kann jedem Züchter passieren, dass
ein kranker Welpe dabei ist; Hunde sind halt
Lebewesen. Ein guter Züchter hält das Risiko
allerdings gering, indem er sich Gedanken um
die passende Verpaarung macht und nur mit
gesunden Hunden züchtet! Bei einem guten
Züchter müssen Sie evtl. längere Zeit auf
einen Welpen warten, aber dafür bekommen Sie
dann einen gut geprägten Welpen der mit viel
Liebe aufgezogen wurde und wo die
Hundeeltern noch Hunde sein dürfen. Gute
Züchter beraten auch bei der Welpenauswahl.
Hundeanfänger sollten sich keinen dominanten
Welpen aussuchen, oder ältere Leute den
lebhaftesten. Es gibt auch Welpen die nicht
gerne Auto fahren. Verreist man gerne, nimmt
man natürlich besser einen Welpen dem das
Autofahren nichts ausmacht. Der Welpe
sollten zu seinen Menschen passen und das
Aussehen beim Aussuchen erst an 2. Stelle
stehen. Kaufen Sie keinen Welpen bei einem
Züchter der nur ans Geld denkt und dem egal
ist wohin der Welpe kommt. Gute Züchter
stellen viele Fragen, Sie würden die "Kleinen
Schätze" doch auch nicht jedem geben, ohne
zu wissen wohin sie kommen. Möchte man auf
einen Rassewelpen nicht warten, sollte man
sich überlegen, ob man nicht einem armen
Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause geben
möchte, bevor man skrupellose "Züchter"
unterstützt... Auch der Tierschutz hat
Welpen, sogar Rassewelpen sind manchmal
dabei. Ein Silkywelpe kostet ab 850 €, dafür
können Sie als Käufer erwarten, dass der
Welpe bestens geprägt und aufgezogen wurde
und dass nur gesunde Elterntiere für die
Zucht genommen werden.
Ein guter
Züchter sieht seine Hunde nicht nur mit den
Augen, sondern mit dem Herzen und wird seine
Tiere auch so behandeln.
Gesundheit, Wesen und das Wohl der Hunde
sollten immer an
1. Stelle stehen!
Leider ist auch beim VDH nicht alles Gold
was glänzt, vergessen Sie das nicht, wenn
Sie sich den Freund fürs Leben suchen! |