Augen auf beim Silkykauf!

Silkies sind schlaue, lebhafte Hunde, die Auslauf und Beschäftigung brauchen.
Sie brauchen Kontakt zu Artgenossen und die Nähe zu ihren Menschen.
Werden diese Bedürfnisse zu sehr missachtet, wird man keinen glücklichen Silky haben!
Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten können die Folge sein.
Sagt ein Züchter, ein Silky kann ruhig tägl. mehr als 5 Stunden alleine bleiben,
spricht das für einen unseriösen Züchter. Mehr als 3 - 4 Stunden sollten es nicht sein.
Wer meint, der Silky wäre ein Schoßhund täuscht sich. Er kuschelt zwar gerne, aber
er ist mit ganzer Seele ein Terrier. Nicht jeder Silky läßt sich leicht erziehen, für einige
 Vertreter dieser Rasse sollte man schon Hundeerfahrung haben. Übrigens, wer sich
 einen Silky als Kinderersatz halten möchte, sollte lieber auf eines der
 süßen Hunde von "Steiff" zurückgreifen.
 Hunde wollen Hunde sein und keine Kinder!
 Ein Hund ist zwar ein Familienmitglied, aber er ist und bleibt ein Hund.
Was anderes will er auch nicht sein und würde ihn überfordern.
Ein Hund kostet Geld, vor allem sehr viel wenn er krank ist/wird.
Ist man nicht bereit das auszugeben, oder kann es nicht, sollte man lieber auf
ein Tier verzichten. Tierarztkosten können in die Tausende gehen und ein Tier
kann man nicht solange in die Garage stellen bis man das Geld für den Tierarzt
 zusammen hat.

Worauf man beim Silkykauf achten sollte:
Der Silky ist eigentlich ein pflegeleichter Hund. Leider wird neuerdings von vielen Züchtern eher der Yorkityp gezüchtet, was heißt, langhaarig mit sehr weichem Fell, welches viel Pflege benötigt. Der Silky ist ein richtiger Terrier, wir machen im Gucci-Kostüm ja auch keine Gartenarbeit. Was die Größe angeht werden in letzter Zeit viele "Zwerge" gezüchtet, was den Silky sehr empfindlich macht. Unter 24 cm sollte kein Hund sein, denn das kann seiner Gesundheit schaden. Die Welpen sollten aufgeschlossen und zutraulich sein. Ängstliche Welpen zeigen später oft Verhaltensstörungen, die kaum zu beseitigen sind. Man sollte auch keinen Welpen von einer ängstlichen Hündin nehmen. Die Zuchtstätte muss sauber sein und die erwachsenen Hunde sowie die Welpen einen gepflegten Eindruck machen. Die Zuchtstätte sollte auch nicht unangenehm nach Urin riechen, das ist ein Zeichen für Unsauberkeit. Idealerweise haben die Welpen einen Garten und einen Abenteuerspielplatz (da gibt es Tunnel, ein Bällchenbad, Wackelwippen und vieles mehr). Die Zeit beim Züchter ist mit entscheidend wie der Hund sich sein Leben lang verhält. Ein guter Züchter nimmt sich viel Zeit für seine Welpen und prägt sie gut, damit sie ohne Angst in ihr neues Zuhause kommen. Sieht die Zuchtstätte lieblos aus, geht es dem Züchter nur ums Geld welches die Welpen beim Verkauf bringen.
Bekommen die Welpen beim Züchter nicht genug Anregungen, kann das zu späteren Problemen führen. Sehen Sie sich die Zuchtstätte, die Hunde und den Züchter genau an, seien Sie genauso kritisch wie beim Autokauf! Es gibt berufstätige Züchter, wie die eine gute Aufzucht betreiben und ihren Hunden gerecht werden können verstehe ich bis heute nicht… Eine vernünftige Welpenaufzucht ist zeitaufwendig. Wer kümmert sich um die Hunde und Welpen, während der Züchter einige Stunden seiner Arbeit nachgeht? Ich meine damit nicht eine Berufstätigkeit, die von zu Hause ausgeführt wird.
 Haben Sie irgendwelche Zweifel, gehen Sie zu einem anderen Züchter. Seien Sie misstrauisch und vertrauen Sie ihrem Gefühl, egal was Ihnen erzählt wird. Wenn Ihnen von Titeln berichtet wird,welche die Hunde auf Ausstellungen erreicht haben, mag das ein Anhaltspunkt dafür sein, dass die Hunde dem ungefähren Standart entprechen; mehr aber auch nicht. Erkrankungen erkennt  kein Richter auf Ausstellungen, was auch nicht seine Aufgabe ist. Das Gleiche gilt für den Charakter des Hundes. Es gewinnt oft genug das "andere Ende" an der Leine und Aussehen ist eh Geschmackssache. Epilepsie, Allergien, Herzerkrankungen, ect. werden vererbt, auch evtl. von einem Multichampion. Gute Züchter nehmen solche Hunde aus der Zucht, aber man darf nicht vergessen, hier geht es ums Geld. Ein Deckrüde kann viel Geld einbringen und Hündinnen, die aufgrund einer Erkrankung aus der Zucht genommen werden, bringen keine Welpen. Da werden Zahnfehler stärker bewertet als z. B. Herzfehler, denn den Herzfehler sieht man nicht, ist für den Hund aber schwerwiegender.
Es gibt sehr gute Züchter die ihre Hunde selten ausstellen, dabei haben die genauso schöne Hunde, sie  wollen halt nur den ganzen Ausstellungsrummel nicht mitmachen und den Stress ihren Hunden nicht zumuten.
Viele Titel sagen überhaupt nichts über einen guten Vererber aus, nur viel über das Ego der Aussteller. Es wird das Fell gefärbt, frisiert, gewickelt und der Hund von manchen Ausstellern dermaßen an der Vorführleine hochgerissen, dass es allein schon beim Zusehen weh tut. Der Hammer aber ist, wenn ein Hund, der aus einer Inzuchtverpaarung stammt (die nicht erlaubt ist) einen Titel verliehen bekommt, oder eine Hündin, die gerade Welpen hat, nicht aus dem Ring geschickt wird.

Werden Hunde von Ausstellung zu Ausstellung "geschleppt" ist das genauso schlimm wie eine Massenzucht. Diese Hunde werden ausgebeutet, seelisch kaputt gemacht, das einem das Herz weh tut. Sie sitzen stundenlang im Auto auf der Fahrt zur Ausstellung. In der Ausstellungshalle  warten sie in der Box (Ausnahmen gibt es), mit der Ausrede, die Hunde würden sich dort sicher und geborgen fühlen bis sie in den Ring "dürfen". Kaum aus dem Ring raus geht es  wieder in die Box um irgendwann die oft weite Fahrt nach Hause anzutreten. Viele Hunde dürfen nicht einmal die Strecke von der Halle bis zum Auto laufen, sie werden in Käfigen, die auf Rollbrettern stehen, gezogen. Dazu kommt, für Hunde bedeutet der Krach und die vielen Gerüche auf Ausstellungen Stress. Zu Hause wird natürlich wöchentlich gebadet u.s.w., denn man muss ja wunderschön aussehen... Für mich sind solche Leute Tierquäler, mit Tierliebe hat das absolut nichts zu tun!  Hier will man sich über die Hunde profilieren, arme Hunde... Im Ring zeigen sich diese Hunde merkwürdigerweise sogar noch gut, sie funktionieren, kennen ja nichts anderes mehr und wollen ihrem Besitzer gefallen. So sind Hunde, aber wie  danken es ihnen die Menschen...??? Ein Hund der noch seinen eigenen Willen hat würde beißen, oder auch anders gegen solch eine Behandlung rebellieren. Man kann einem Hund seinen eigenen Willen brechen, mit viel Training und Druck, wobei der Hund lernt, mache ich alles brav mit, werde ich "geliebt". Der Mensch auf den das arme Tier angewiesen ist will nicht erkennen wenn sein Hund kurz vorm "Burn out" steht, denn er denkt lieber an seinen Erfolg und nicht mehr ans Tier.  Wer jetzt glaubt, ein Hund hat wenigstens im Alter seine Ruhe täuscht sich, denn es gibt ja noch den Titel "Veteranenchampion" zu gewinnen. So sieht manch armseeliges Hundleben aus: Ausstellungen laufen, Welpen bekommen, danach geht es dann darum die ganzen Veteranentitel zu holen. Für Hunde kann gutes Aussehen ein Fluch sein!

Ich will das Ausstellen aber nicht nur negativ erscheinen lassen, denn es gibt Ausnahmen. Bekommen die Hunde ihren Ausgleich, macht es einem Hund meistens nichts aus im Ring gezeigt zu werden, sofern es nicht übertrieben wird und die Aussteller eher an ihre Hunde denken als an den zu gewinnenden Titel. Es gibt viele Züchter, die ihre Hunde um ihretwillen lieben, sie halt gerne ab und zu zeigen und sie außerhalb der Ausstellungen artgerecht halten. Sie merken auch, wenn ihre Hunde ausstellungsmüde sind und machen ihren Hunden zuliebe eine Ausstellungspause. Man muss halt genau hinschauen, um die "Spreu vom Weizen" zu trennen. Sollten Sie den Eindruck haben, der Züchter hält seine Hunde nur um sie auf Ausstellungen zu zeigen und damit sie Welpen bekommen, spricht das für sich... Leider werden auch viele Hunde beim Hundesport "ausgebeutet", aber das ist ein anderes Thema. Ein Hund der z. B. keine Freude am Agility hat und dazu gezwungen wird, ist genauso unglücklich wie ein Hund, der ständig Ausstellungen laufen muss oder jeden Tag trostlos zu Hause unterbeschäftigt rumliegt. Das Mittelmaß ist wie bei allem die richtige Dosierung.
Sehen Sie sich einfach mal eine große Ausstellung an und bilden Sie sich ihre eigene Meinung. Sie werden da viele unterschiedliche Züchter finden... Ein Tierarzt wird Sie sicher gerne auch beraten, denn nur ein gesunder Hund wird glücklich sein und Ihnen viele Jahre Freude bereiten.
Es gibt sehr gute Züchter, die sich viele Gedanken über Verpaarung machen und für einen guten Wurf auch einen weiteren Weg zum Deckrüden nicht scheuen. Sie halten ihre Hunde artgerecht und verkaufen ihre Welpen nur an ausgesuchte Welpenkäufer. Ihnen geht es nicht hauptsächlich ums Geld, sondern darum, dass ihre Welpen im neuen Zuhause genauso glücklich sind, wie sie es bei ihnen waren. Es kann jedem Züchter passieren, dass ein kranker Welpe dabei ist; Hunde sind halt Lebewesen. Ein guter Züchter hält das Risiko allerdings gering, indem er sich Gedanken um die passende Verpaarung macht und nur mit gesunden Hunden züchtet! Bei einem guten Züchter müssen Sie evtl. längere Zeit auf einen Welpen warten, aber dafür bekommen Sie dann einen gut geprägten Welpen der mit viel Liebe aufgezogen wurde und wo die Hundeeltern noch Hunde sein dürfen. Gute Züchter beraten auch bei der Welpenauswahl. Hundeanfänger sollten sich keinen dominanten Welpen aussuchen, oder ältere Leute den lebhaftesten.  Es gibt auch Welpen die nicht gerne Auto fahren. Verreist man gerne, nimmt man natürlich besser einen Welpen dem das Autofahren nichts ausmacht. Der Welpe sollten zu seinen Menschen passen und das Aussehen beim Aussuchen erst an 2. Stelle stehen. Kaufen Sie keinen Welpen bei einem Züchter der nur ans Geld denkt und dem egal ist wohin der Welpe kommt. Gute Züchter stellen viele Fragen, Sie würden die "Kleinen Schätze" doch auch nicht jedem geben, ohne zu wissen wohin sie kommen. Möchte man auf einen Rassewelpen nicht warten, sollte man sich überlegen, ob man nicht einem armen Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause geben möchte, bevor man skrupellose "Züchter" unterstützt... Auch der Tierschutz hat Welpen, sogar Rassewelpen sind manchmal dabei. Ein Silkywelpe kostet ab 850 €, dafür können Sie als Käufer erwarten, dass der Welpe bestens geprägt und aufgezogen wurde und dass nur gesunde Elterntiere für die Zucht genommen werden.

Ein guter Züchter sieht seine Hunde nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen und wird seine Tiere auch so behandeln.

 Gesundheit, Wesen und das Wohl der Hunde sollten immer an
 1. Stelle stehen!

Leider ist auch beim VDH nicht alles Gold was glänzt, vergessen Sie das nicht, wenn Sie sich den Freund fürs Leben suchen!

Empfehle euch das Buch "Hund aufs Herz" von Gert Haucke,
 darin steht einiges, mit viel Kritik geschrieben, über Ausstellungen und das Züchten.
Ein Buch, das vielen Hundefreunden aus der Seele spricht!
http://www.amazon.de/Hund-aufs-Herz-Gert-Haucke/dp/3499604442

Tierliebe bedeutet auch, auf ein Tier zu verzichten,
 wenn man ihm kein halbwegs artgerechtes Leben bieten kann!

Free counter and web stats